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Erstellt am 15.04.2009

Kanada - Magic Eastern

 

Unsere Reise beginnt in Frankfurt. Wir fliegen mit der Air Canada in nur 8 Stunden nach Toronto.  Nach einer kurzen Fahrt vom Flughafen taucht die Skyline auf, von weitem sichtbar: der 553 m hohe CN Tower. Unser Quartier für die nächsten Tage ist das größte Hotel Kanadas, das Delta Chelsea mit 3500 Betten.

Eiskalt, blauer Himmel und Sonne- so präsentiert sich die Hauptstadt Ontarios und zugleich größte Stadt Kanadas am nächsten Tag. Nach dem Frühstück beginnt unsere Stadtrundfahrt. Toronto ist eine multikulturelle Metropole mit fast 5 Millionen Einwohnern,  gelegen  am herrlichen Ontariosee. Die Stadtrundfahrt führt uns am Rathaus , der Harbourfront , der St. Michaelskirche, der Metropolitankirche und der  bekannten Markthalle St. Lawrence vorbei. In Toronto gibt es 12 km unterirdische Einkaufspassagen. Das berühmte Eaton Center umfasst ca. 350 Geschäfte. 

Zu Mittag erwartet uns ein Highlight Torontos: der CN Tower. Der Turm hat sich zu einer beliebten Aussichts- und Vergnügungsstätte entwickelt. Zunächst sollte es nur ein Funkturm werden, doch wurde er das höchste freistehende Gebäude der Welt und eine Topattraktion in Toronto.  In den vier Kabinen an seiner Aussenwand kann man zum Drehrestaurant auf 346 m Höhe hinauffahren, wo man durch einen Glasboden schauen kann.  Die zweite  Aussichtsebene , das Sky Pod,  liegt in 447 m Höhe.

Nach dem Mittagessen im CN Tower sehen wir das Rogers Centre, das Finanzviertel, die Universität, das Queens Park Regierungsgebäude, Chinatown und das moderne Operngebäude.

Am nächsten Tag fahren wir zu den Niagara Fällen. Das Wort Niagara heißt in der indianischen Sprache der Ureinwohner „donnerndes Wasser". Die Fälle zählen zu den berühmtesten Touristenattraktionen in Nordamerika. Der den Erie-See mit dem Ontario-See verbindende Niagara River, der zugleich die östliche Begrenzung der Niagara-Halbinsel bildet, stürzt 58 Meter in die Tiefe. Dabei werden die Fälle durch die oben gelegene Insel Goat Island in zwei Teile gespalten. Der kanadische Teil, die so genannten „Horseshoe Fälle“, haben eine freie Fallhöhe von 52 m. Mit dem Aufzug geht es den Tunnel hindurch zu den Aussichtsplattformen direkt neben und hinter den tosenden Fällen. Der Anblick ist gigantisch.

Im IMAX Theater  sehen wir auf einer Riesenleinwand die Geschichte der Entstehung dieser berühmten Fälle. Außerdem ist hier eine Ausstellung über die wagemutigen „dare devils“ zu sehen, die die Wasserfälle auf alle möglichen Arten entweder bezwungen haben oder dabei umgekommen sind.

Am Abend besichtigen wir den malerischen Ort Niagara on the Lake, der sich uns in der schönsten Weihnachtsdekoration präsentierte. Gegen 19 Uhr kehren wir nach Toronto zurück und erleben einen weiteren Höhepunkt: am Rathaus findet das alljährliche Lichterfest statt – ein wahrer Rausch an Feuerwerken.

Am nächsten Tag essen wir im Hard Rock Cafe zu Mittag. Signierte Gitarren, Bühnenkleidung, seltene Fotos oder goldene Schallplatten zieren die Wände. Nachmittags bringt uns der Bus zum Distillery District im Süden der Stadt. Die 44 Gebäude aus der viktorianischen Zeit dienten früher als Schnapsbrennerei von Gooderham and Worth – die ehemals größte Schnapsbrennerei  der Welt.

Heute sind in dem ehemaligen Brennereigebäude zahlreiche Restaurants, Bars, Atteliers und Geschäfte untergebracht. Die Kulisse des Distillery Districts hat schon bei manchen Filmaufnahmen wertvolle Dienste geleistet. So wurden etwa Szenen von X-Man, Chicago und the Hurricane, La Femme Nikita usw. hier gedreht.

Heute machen wir einen Abstecher in die Geschichte Kanadas. Am Nachmittag fahren wir nach Sainte Marie among the Hurons. Nach einer 2-stündigen Busfahrt kommen wir in der tief verschneiten ehemaligen Mission an, die zuerst als Hauptquartier der Pelzhändler diente.

Um 1639 errichteten Jesuiten aus Quebec einen Posten, von wo aus die Missionierung der Huronen, dem einheimischen Indianerstamm, betrieben werden sollte. Ein Vernichtungskrieg zwischen den Irokesen und Huronen brachte das Ende, die Station brannte aus und die Priester endeten am Marterpfahl. Gut informierte Nachkommen der Huronen und Jesuiten führen heute durch die rekonstruierte Station mit Wigwams aus Birkenrinde und Blockhäusern. Im ausgezeichneten Museum kann man sich über das dramatische Kapitel der kanadischen Geschichte informieren. Zum Abschluss der Besichtigung erleben wir eine Tanzdarbietung in farbenprächtigen Originalkostümen der Indianer.

Am nächsten Tag geht es weiter in den Westen Kanadas. Mit dem Zug der kanadischen Eisenbahngesellschaft VIA RAIL  fahren wir von Toronto nach Kingston und genießen dabei die wunderschöne Landschaft, die sich entlang des Ontariosees erstreckt.

Die Stadt Kingston liegt am nordöstlichen Ende des Ontariosees, wo der See in den St.-Lorenz-Strom übergeht und die Thousand Islands beginnen.  Mit dem beeindruckenden Fort Henry und der sehenswerten Innenstadt entlang der Hafenfront besitzt Kingston eine der ältesten und am besten gepflegten Bausubstanzen Kanadas.

Nach dem Mittagessen geht es mit einem geführten Stadtrundgang weiter. Während dieser Tour wird uns klar, warum Kingston auch Limestone City (Stadt des Kalksteins) genannt wird. Zahlreiche historische Gebäude wurden aus dem örtlichen Kalkstein errichtet.

Nächster Besichtigungspunkt ist das imposante „Fort Henry“. Diese im Britisch-Amerikanischen Krieg errichtete Festungsanlage wurde zu einem lebendigen Museum der Britisch-Kanadischen Militärgeschichte umfunktioniert.  Hier erleben wir hautnah das Alltagsleben und den militärischen Drill in einer Garnison zur Mitte des 19. Jahrhunderts.

Am Abend erkunden wir das beschauliche Kingston auf eigene Faust und lassen den Tag in einem gemütlichen Pub ausklingen.

Heute geht unsere Reise weiter entlang der weltbekannten Rideau Heritage Route mit dem Bus von Kingston nach Ottawa.

Der Rideau-Kanal ist ein herrliches System aus Seen, Flüssen und Kanälen, das sich 202 km von Kingston am Ontariosee bis nach Ottawa am Ottawa River windet. Damit ist dieser Kanal die längste ununterbrochen benutzte künstliche Wasserstraße Nordamerikas. Gebaut wurde der Kanal von den Briten als Zuflucht im Falle einer amerikanischen Invasion.  Heute ist die Bedeutung des Kanals eher touristischer Natur. Im Jahr 2007 wurde der Rideau-Kanal in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Auf dem Weg nach Ottawa halten  wir bei den spektakulären Jones Falls. An diesen beeindruckenden Wasserfällen müssen die Schiffe auf dem Rideau Kanal einen gewaltigen Höhenunterschied mittels vier Schleusen überwinden

Nach unserer Weiterfahrt erreichen wir Wheeler`s Maple Sugar Camp & Museum.  Kein Kanadabesuch ohne Ahornsirup! Bei einer Tour durch das Museum erfahren wir interessante Informationen über den weltbekannten süßen Sirup und dürfen ein köstliches Angebot aus French Toast, Pfannkuchen und leckeren hausgemachten Ahornsaucen genießen.

Am Abend erreichen wir Ottawa. Zum Abendessen gehen wir ins Restaurant Fat Tuesday. Hier finden freitags und samstags einzigartige duellierende Pianoshows statt. Donnerstags darf man sich auf Live-Veranstaltungen freuen. Wir erleben in einer gemütlichen und lustigen Atmosphäre die Gastfreundschaft der Kanadier und genießen ein einzigartiges Menü der Cajun and Creole Cuisine.

An unserem vorletzten Tag fahren wir mit dem Bus über den Ottawa River in die Schwesterstadt Gatineau und besichtigen das Canadian Museum of Civilization. Dieses Museum besticht zuallererst durch seine Architektur. Durch die runden Formen passt sich das Gebäude perfekt der sanften Hügellandschaft an. Seine zentrale Lage direkt am Ottawa River erlaubt eine exzellente Aussicht auf die Skyline der Hauptstadt Kanadas.  Auf einem geführten Rundgang tauchen wir in vergangene Zeiten ein.  Durch eine Vielzahl von begehbaren und erfassbaren Ausstellungsbereichen wird die sozialhistorische Entwicklung der kanadischen Gesellschaft nachvollzogen. Wir begegnen Indianern, Pelzhändlern, Siedlern bis hin zu europäischen Kolonisten und erkunden ein Walfängerschiff.

Am Nachmittag machen wir einen deutschsprachig geführten Rundgang durch Ottawa. Zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Ottawas gehört das Regierungsviertel, dessen Gebäude in Anlehnung an die Regierungsbauten in London entworfen wurden, und die Basilika Notre-Dame d`Ottawa, die älteste Kirche Ottawas und Heimat des Erzbischofs. Auf dem Rideau Kanal, der in Ottawa in den Ottawa River mündet, findet jährlich eine große Bootsparade statt, die an die Geburt der niederländischen Prinzessin Margriet während des Exils der Königsfamilie im Zweiten Weltkrieg in Ottawa erinnert.

Nach dem Rundgang durch die Stadt besichtigen wir eines der interessantesten, modernen Gebäude Ottawas, die National Gallery of Canada. In diesem Gebäude, das von außen einer zeltähnlichen Konstruktion aus Glas gleicht, bewundern wir die wichtigsten Werke kanadischer, amerikanischer und europäischer Kunst. Zu den Höhepunkten der Galerie zählt unter anderem die Inuit-Kunst, die in Form von Steinfiguren, Knochenskulpturen, Drucken und Zeichnungen das Leben in der Arktis darstellt.

Zurück im Hotel lassen wir den Abend in einer  schönen kanadischen Bar ausklingen.

Am nächsten Tag geht es zurück nach Hause. Nach einer kurzen Shoppingtour im Rideau Center geht es zum Ottawa International Airport und mit der Air Canada zurück nach Frankfurt.

 

Kanada ist auf jeden Fall eine oder mehrere Reisen wert und das zu jeder Jahreszeit. Lassen Sie uns darüber reden, ich freue mich sehr auf Ihren Besuch in unserem Reisebüro.

 

Alexandra Behlen








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