Hier finden Sie viele interessante Informationen direkt vom DERPART Reise-Experten.
Reise-Experten-Blog
ReiseWelt Schreiber anzeigen
- Prof. Bier Str. 3
- 34497 Korbach
- Tel 05631/974815
- Fax 05631 / 974830
Erstellt am 15.04.2009
Kreta - Insel des Minos
Badeurlaub, Griechenland - AD @ 16:39
Nach 3 Stunden Flugzeit liegt sie vor mir - Kreta, die Insel des Minos, fünftgrößte Insel des Mittelmeers.
Der Zauber Kretas liegt im Widerspruch: hohe unzugängliche Bergmassive und das Meer, kilometerlange Sandstrände neben wild zerklüfteter Felsküste, fruchtbare Ebenen neben völlig öder Landschaft.
Ich fahre vom Flughafen über eine der kleinen Landstraßen – rings um mich herum blüht alles in den herrlichsten Farben und der Geruch des rosa und weiß blühenden Oleanders steigt mir in die Nase. Besonders im Frühsommer, wenn alles in voller Blüte steht, lohnt sich eine Fahrt entlang der Nordküste, weil der gesamte Straßenrand mit diesen prachtvollen Sträuchern bepflanzt ist.
An meinem Ziel nahe Chersonissos angekommen, lasse ich den Tag mit einem griechischen Essen gemütlich ausklingen.
Am nächsten Tag ist die Hauptstadt Kretas – Heraklion - mein Ziel. Von Chersonissos aus lässt sich Heraklion gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Ich habe den Bus gewählt. Es ist wichtig, dass man sich in so einem Fall keinen genauen Zeitplan macht. Die Busse fahren in der Regel alle 30 Minuten, aber die Fahrer halten es ganz nach dem griechischen Motto sigà sigà, was so viel heißt wie langsam langsam; wer Kreta erleben will, sollte sich dafür viel Zeit nehmen.
Kretas Hauptstadt ist nicht schön, aber interessant. Manche bezeichnen Sie als Klein-Athen. Innerhalb der Altstadt wurde ohne jede Stadtplanung abgerissen und neu gebaut – das Ergebnis ist ein Chaos. Doch innerhalb der Stadtmauern sind noch etliche historische Bauten erhalten und der venezianische Charakter der Stadt ist noch spürbar. Besonders sehenswert sind die gewaltigen Festungsmauern, einst größte Festungsanlage der Venezianer, die venezianische Loggia, der Morosini Brunnen und der alte Hafen Heraklions.
Dieser Ausflug ist perfekt kombinierbar mit der 6 km entfernt liegenden minoischen Palastanlage von Knossos; auch wieder sehr gut und preiswert mit dem Bus zu erreichen.
Die Residenz des sagenumwobenen Königs von Minos ist ein vielstöckiger und technisch raffinierter Palast. Der britische Archäologe Sir Arthur Evans legte das Palastzentrum zwischen 1900 und 1941 frei. Hierbei ging er nicht streng wissenschaftlich vor, sondern ließ bei der Benennung der Räume und vielen Rekonstruktionen seiner Phantasie freien Lauf. Dadurch entstand ein anschauliches Bild davon, wie der Palast einmal ausgesehen haben könnte. Bei einer Führung in den Palastmauern am Fuße des schlafenden Zeus wird mir die Geschichte des König Minos und einer längst vergangenen Zeit erzählt.
Wer diesen Tag noch abrunden möchte, legt auf der Rückfahrt noch mal einen Stopp in Heraklion ein und besucht das archäologische Museum. Nirgends sonst auf der Welt erhält man einen solch umfassenden Überblick über die minoische Kultur und das minoische Alltagsleben.
Am nächsten Tag steht der Westen Kretas auf meinem Programm. Diesmal habe ich mir ein Auto gemietet. Auf der Schnellstraße geht es zuerst nach Rethymnon. Rethymnons historische Altstadt bedeckt eine Halbinsel, die von den Mauern einer großen venezianischen Burg überragt wird. Mehrere Minarette ragen in den Himmel, an den engen Gassen stehen noch einige türkische Häuser mit hölzernen Fassaden im Obergeschoss. Den Wagen lassen Sie am Besten schon in einem der Vororte stehen, weil in den engen Gassen kaum ein Durchkommen besteht. Bereits am Rand der Altstadt beginnt ein breiter Sandstrand, der sich 16 km weit nach Osten erstreckt. Den Übergang von der Alt- zur Neustadt markiert die Platia 4 Martrion mit dem angrenzenden Stadtpark. Besonders sehenswert ist die Fortezza, die auf de Hügel an der Spitze der Landzunge liegt. Nach einem kleinen Bummel durch die Altstadt komme ich am venezianischen Hafen an. Hier dümpeln die Fischer- und Ausflugsboote vor sich hin und an der Kaimauer reihen sich die gemütlichen Tavernen. Die Hafenausfahrt markiert ein gut erhaltener venezianischer Leuchtturm.
Nach einem längeren Aufenthalt in einer der Tavernen fahre ich weiter nach Chania. Für manche gilt Chania als die schönste Stadt Kretas. Auch hier spaziere ich zunächst durch die malerischen Gassen der Altstadt. Ich schlendere die Chalidon-Straße zum Hafen hinunter. Hier spielt sich das Nachtleben Chanias ab. Man trifft sich in Tavernen, Cafes, Bars oder Discos bei einem Kaffee Sketo oder einem Ouzo und sieht dem bunten Treiben zu. Meine letzte Station ist die Markthalle von Chania. Die Händler sind umgeben von Pyramiden von Orangen und stehen hinter Wannen voller Oliven. Die unterschiedlichsten Gerüche und Düfte steigen mir in die Nase. Die Martkthalle ist Handelsplatz für Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Käse, Brot, Gewürze und allerlei Waren. Das dürfen Sie sich nicht entgehen lassen!
Auf meiner Rückfahrt liegt ein unvergesslicher Bummel durch schmale Gassen und über duftende Märkte hinter mir.
Nächster Höhepunkt meiner Kreta Reise ist der Ausflug zur Samaria Schlucht. Sie liegt im Gebirgsmassiv der weißen Berge und zählt zu den wildesten Naturschönheiten Europas. Sie erstreckt sich von der Hochebene von Omalos bis zum Lybischen Meer, ist 18 km lang und variiert in der Breite zwischen 3 und 40 m; an manchen Stellen ist sie bis zu 600 m tief. Die Wanderung beginnt in Xyloskalo in 1100 m Höhe. Unter weit ausladenden Zypressenzweigen führt ein etwa 800 m langer Pfad in die Tiefe, danach durch Wasser, Flussbett und Geröll vorbei an seltenen Blumen, Kräutern und Büschen zur kleinen Kirche Aghios Nikolaos. Dann erreichen wir die einzige Siedlung der Schlucht, das verlassene Samaria, benannt nach der Kapelle Santa Maria. Später verengt sich die Schlucht, und die fast senkrechten Felswände rücken auf nur 3 m zusammen. Sideroporta heißt dieser Engpass, die Eiserne Pforte.
In Aghia Roumeli haben wir endlich das Meer erreicht. Nach diesem langen Marsch erfrischt erstmal ein Bad. Danach fahren wir ca. 20 km mit dem Schiff und kommen in Chora Sfakion an, wo der Bus zur Rückfahrt wartet.
Diese Wanderung ist gut in 5-6 Stunden zu schaffen. Sie sollten allerdings gutes und festes Schuhwerk, Sonnenschutzmittel, Hut und mindestens 2 Liter Wasser mitnehmen.
Abschließend steht für mich fest: das war nicht mein letzter Besuch! Kreta hat auch mich in ihren Bann gezogen.
E-Mail an Ihren Reise-Experten
Suchen innerhalb dieses Blogs
Reisedestinationen
- Nordamerika (1)
- Spanien (1)
- Griechenland (2)
Reisekategorien
- Badeurlaub (3)
- Studienreisen (1)
Letzte Veröffentlichungen
- Gran Canaria
- Chalkidiki
Archiv
- April 2009












