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Erstellt am 15.08.2008
Las Vegas – Eine erlebnisreiche Woche am „Strip“ und in der Wüste Nevadas!
Individualreisen, Flugreisen, Nordamerika - AM @ 17:39
Las Vegas, Nevada
Die Liste der Vorurteile über Las Vegas ist so lang wie der Las Vegas Boulevard, dem sog. „Strip“, der Pulsader dieser ungewöhnlichen Ansammlung von Hotels, Casinos, Hochzeitskapellen und allen anderen Dingen, die zu jeder nordamerikanischen Großstadt gehören. Viele haben versucht, Synonyme für diesen Ort in der Wüste Nevadas zu finden und sind ebenso gescheitert wie Reisende, die versucht haben Ihr Glück beim Spiel zu finden. Um Las Vegas einigermaßen kennen zu lernen, sollte man gut und gerne eine ganze Woche für diese Stadt einplanen.
Nähern wir uns dieser Stadt gegen Abend von Südwesten. Wir befahren den Highway I-15 von Los Angeles über San Bernardino und Barstow. Wir entdecken, mit welcher Kraft der Nachthimmel Nevadas zum Glühen gebracht werden kann. Schon von weitem sieht man die helle Lichtglocke über der ansonsten nicht enden wollenden Dunkelheit dieser an sich unwirtlichen Gegend. „Welcome to Las Vegas“ empfängt uns eine Art überdimensioniertes in blinkenden Neonlichtern gefasstes Ortsschild der Spielermetropole.
Weiter nördlich über den Las Vegas Boulevard fahren wir vorbei an dem zu Stahl und Glas gewordenen Amerikanischen Traum. Auf beiden Seiten der Straße Hotels in einer Dimension, wie es sie nirgendwo sonst auf der Welt in dieser Konzentration zu finden gibt. Allein an der Ecke Tropicana Avenue versammeln sich mehr Hotelbetten, als ganz Hamburg zu bieten hat.
Schon beim Check-In sind wir beeindruckt. Wie selbstverständlich wird das Auto kostenfrei geparkt, und wir stehen Minuten später an einem von mehr als 20 Check-In-Schaltern des Hotels Luxor. Die Reinkarnation des Alten Aegyptens Marke Las Vegas. Das Klingeln und Blinken der Spielautomaten ist allgegenwärtig. Frauen in knapper Toga servieren kostenfrei Getränke während man versucht, den Spielautomaten auch nur den kleinsten Gewinn zu entlocken. Die Zimmer sind stilgerecht dekoriert und die offenen Flure geben den Blick frei in die mächtige Halle der Pyramide, in der locker mehrere Großraumflugzeuge geparkt werden könnten.
Hinaus in die Nacht, ins trubelige Leben. Mit der Monorail ins „Excalibur“, der verspielten Ausgabe einer 4000-zimmrigen mittelalterlichen Ritterburg und weiter ins „New York, New York“, dessen Gebäude äußerlich der Skyline Manhattans nachempfunden ist. Die Nacht findet wirklich kein Ende. Jedes Casinohotel am Strip, egal ob „Bellagio“, „Cesar’s Palace“, „Mirage“ oder „Treasure Island“ lockt mit einzigartigem Ambiente, angefangen vom spektakulären Außenauftritt mit Wasserspielen, Vulkanausbruch oder Seeschlacht bis hin zum thematisch abgestimmten Interieur. Darüber hinaus bieten diese Hotels nicht nur riesig dimensionierte Casinos, sondern auch Freizeitparks, überdachte Einkaufsstraßen, Badelandschaften oder vieles mehr, um dem Urlauber ein umfassendes Erlebnis zu ermöglichen. Die Liste ließe sich lange fortsetzen.
Eine Besonderheit stellt da sicherlich noch das „Downtown Casino Center“, Las Vegas’ Keimzelle dar. Die überdachte Fremont Street wird allabendlich mehrmals zum Veranstaltungsort eines Mega-Event durch die besondere Lichtshow, die in die Überdachung projiziert wird. Das Ganze wird dann noch akustisch unterlegt, sodass man mit Hunderten anderer Zuschauer ein Bad aus Licht und Ton nehmen kann.
Das Nachtleben, welches auch eine Riesenauswahl an Restaurants, Bars und Shows bietet, reicht aber nicht aus, um Las Vegas zu kennen. Verschiede Museen, Shoppingcenter und Golfplätze laden zum Verweilen, Stöbern und Aktivsein ein. Tagsüber ist Las Vegas eine nicht sonderlich schöne, aber dennoch sehr interessante und vielseitige Stadt.
Es lohnt sich, auch die unmittelbare Umgebung zu erkunden: „Lake Mead“, als riesiger Stausee mit seinem großen Freizeitangebot, der den Colorado stauende „Hoover Dam“, das „Valley of Fire“ mit seinen Felsformationen in allen Gelb- und Rottönen und der „Red Rock Canyon“, der ca. 30 Minuten vom Strip entfernt einen Einblick in die Entstehungsgeschichte dieser grandiosen Landschaft bietet. Nicht nur einen Abstecher wert ist eine Fahrt in das nahe gelegene „Death Valley“, das durch seine unterschiedlichen Gesteinsformationen, dem tiefsten Punkt der kontinentalen USA, spektakulären Ausblicken und der Oase inmitten des weitläufigen Tales, einen weiteren Höhepunkt unserer Reise in diese Region darstellt.
Am Ende befällt uns Bedauern, nach einer Woche wieder abreisen zu müssen. Es tröstet allein das Bewusstsein, irgendwann einmal wiederzukehren und sich erneut von Las Vegas in seinen Bann ziehen zu lassen.
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