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Erstellt am 05.10.2009
Faszinierendes Indien
Studienreisen, Individualreisen, Singlereisen, Naher/Mittlerer Osten - DV @ 17:59
Indien - ein Land der Gegensätze.
Ich bin vom 10.-24.09.2009 ab/bis Delhi durch Rajasthan gereist.
Eine 2-Personen-Privattour, mit privatem Chauffeur und lokalen, deutsch sprechenden Guides.
Die Zeitverschiebung von gerade mal 3,5 Stunden ist schnell verkraftet.
Die Vielfalt an Kulturschätzen, gelebter Religion und die Göttervielfalt haben mich wirklich begeistert.
Gerade in Rajasthan tragen die Frauen ihre kunterbunten Saris, eine Freude für jeden Fotografen.
In Indien muss man handeln. Auch wenn man als Europäer immer mehr bezahlen wird als die Einheimischen. Dies wird einem bereits bewusst, steht man am Eingang eines touristischen Highlights, wie etwa dem TAJ MAHAL. Hier zahlt man mindestens das 10-100fache des einheimischen Eintrittspreises - was aber für uns immer noch umgerechnet sehr gering ist.
Achtung vor den Schleppern und Bettlern. Gerade bettelnden Kindern sollte man, auch wenn es mit dem Gewissen teilweise schwierig zu vereinbaren ist, nichts geben. Gerade die Kinder werden von ihren Eltern statt in die Schule, zum Betteln geschickt - und das sollte man nicht unterstützen.
Die Inder selbst sind sehr neugierig und interessiert.
Viele Inder wollen deutsch lernen und als Reiseleiter arbeiten. Gerade die Deutschen gelten als sehr freundlich, und geben meist mehr Trinkgeld, als z.B. die Engländer und Franzosen, die wir auf der Reise häufig antrafen.
Zum Thema Kleidung und Berührungen in der Öffentlichkeit muss man wissen, dass es verpönt ist, Zärtlichkeiten vor anderen Leuten auszutauschen.
Man sollte, gerade als Frau, stets Kleidung tragen, die mindestens über das Knie reicht, und die Schultern bedeckt halten.
Sonst gilt man schnell als "billig", oder als "leichtes Mädchen"...
Auch hat in Indien die Frau kaum etwas zu sagen - das erledigt der Mann.
So habe ich es also genossen, meinen Partner reden zu lassen, und ich habe mich zurückgelehnt und den Urlaub genossen ;-).
Wer die Schärfe des Essens nicht gut verträgt, sollte sich unbedingt vorbeugende und akute Medikamente besorgen.
Es gibt kaum Angebote an europäischem Essen, ausser in den Hotels. Aber wenn ich doch schonmal in Indien bin, will ich auch einheimisch essen!!
Was unbedingt empfehlenswert ist, ist das sog. "Lassi", ein Getränk aus Milch und Buttermilch. Sehr erfrischend, und auch gerne gesalzen oder süss, z.B. mit Banane gereicht. Vorsicht bei Eiswürfeln, die z.T. aus für uns unverträglichem Wasser her stammen.
Der Kauf von sauberem Wasser in Flaschen ist vor Ort überall möglich. Kohletabletten o.ä. sind bei einer geführten Rundreise absolut überflüssig.
Die beste Jahreszeit rund um Delhi ist von Oktober bis März.
Im Oktober, also gerade nach der Regenzeit, erstrahlt das Land in voller Blütenpracht und die Temperaturen werden für uns Europäer erträglich.
Empfehlenswert ist im Nachhinein die Kombination aus den Sehenswürdigkeiten, wie z.B. dem TAJ MAHAL in Agra, dem PALAST DER WINDE in Jaipur, der VERBRENNUNGSSTÄTTE MAHATMA GANDHIS in Delhi, etc. mit der Besichtigung der ländlichen Lebensverhältnisse.
Mit am besten hat mir der Besuch eines kleines Bergdorfes (Nimaj) gefallen.
Hier leben die Menschen abgeschieden und zufrieden. Die Kinder sind froh, wenn sie fotografiert werden. Hier erwartet niemand, dass man Trinkgeld gibt.
Und man ist hier weit weg von jeglichen Bettlern und Schleppern, die einem den Aufenthalt schon ein wenig verderben können, sind sie doch sehr penetrant und schwer los zu werden.
Eine geführte Tour würde ich jederzeit empfehlen. Schon allein deswegen, da man selbst keinen Wagen fahren sollte. Die Fahrgewohnheiten der Inder sind für unsere Verhältnisse katastrophal chaotisch, und es gleicht einem Wunder, dass nicht viele Unfälle passieren - manövrierte uns unser Fahrer doch auch immer sicher zwischen heiliger Kuh, Autorikscha, Moped, Fahrradfahrer, Fussgängern und sonstigen Gefährten hindurch.
Auch sind die wenigsten Strassen, selbst in Delhi, beschriftet. Und wenn doch, dann hat man Glück, wenn die Ausschilderung auf Englisch ist.
Ich kann Indien wirklich nur jedem empfehlen, der kulturell und auch menschlich seinen eigenen Horizont erweitern und eine unglaublich schöne Erfahrung mit sehr netten und ehrlich interessierten Menschen machen möchte.
Und wenn man Glück hat, ist man auch selber eine Attraktion, wie z.B. am TAJ MAHAL, wo selbst viele Inder hinpilgern - einige kommen aus Dörfern, weit ab vom Tourismus, und freuen sich, ein Foto mit einem Europäer mit nach Hause nehmen zu können...
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