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Erstellt am 31.05.2011

Portugal: Aktivurlaub Madeira + Städtetrip Lissabon

   

Im Mai diesen Jahres (2011) durfte ich auf einer Studienreise zwei besondere Regionen Portugals näher kennenlernen: Die Insel Madeira und Portugals Hauptstadt Lissabon.

Zuerst ging es nach Madeira – auch bekannt als die Blumeninsel. Und diesen Beinamen hat sie nicht zu Unrecht: Die Vegetation auf Madeira kann man einfach nur als vielfältig, üppig und farbenfroh bezeichnen. Es blüht einfach überall und die Einwohner tun ihr Möglichstes, um auch noch den letzten freien Flecken vor ihrem Haus mit einem Topf zu bestücken, aus dem es mit Sicherheit schon bald wunderschön blühen wird. Vor allem im Süden, rund um die Inselhauptstadt Funchal, gibt es große Mango-, Papaya-, Bananen- und Feigenplantagen, Weinhänge, Eukalyptuswälder und Terrassenfelder, die von den berühmten Levada-Bewässerungskanälen umgeben sind. Nicht umsonst ist Madeira als eine Wanderer-Insel bekannt. Schade ist, dass das meist die einzige Assoziation bei vielen Leuten ist. Denn man kann auf Madeira noch soviel mehr unternehmen - Wie ich selbst erleben durfte.

Vor allem der Aktivtourismus ist in den letzten Jahren stark ausgebaut worden. So kann man neben Wassersportarten wie Schnorcheln und Tauchen, Kajak fahren, Surfen, Windsurfen, Segeln, Jet Ski fahren, auch ausgefallenere Sportarten betreiben, wie Mountainbike-, Quad- und Segway-Fahren, Paragleiten und Canyoning Touren. Besonderes Letzteres möchte ich jedem empfehlen, der gern aktiv und dabei noch trittsicher und schwindelfrei ist: Ausgestattet mit einem Neoprenanzug durchquert man mit einer kleineren Gruppe und zwei Guides einen Canyon. Dabei läuft, rutscht, klettert, springt und schwimmt man durch den Canyon und an manchen Stellen seilt man sich auch (gut gesichert) ab. Ein unvergleichliches Erlebnis!!!

Natürlich sind aber auch die „gemäßigteren“ Aktivitäten wie Golfen und Wandern auf Madeira zuhause. Und wir haben natürlich alles ausprobiert. Für Golfer gibt es auf Madeira zwei Golfplätze: Clube de Golf do Santo da Serra (Austragungsort der Madeira Island Open) und Palheiro Golf, einen 18-Loch Platz auf dem Gelände eines wunderschönen 200 Jahre alten Landsitzes, mit einer Panorama-Terrasse, von der man einen tollen Ausblick auf Funchal hat. Wandern kann man auf Madeira besonders schön an den sogenannten Levadas. Hierbei handelt es sich um Wasserläufe, die seit Jahrhunderten gebaut wurden, um Ortschaften, die Landwirtschaft und Gärten an den Hängen und in Tälern mit Wasser zu versorgen. Es gibt aber auch tolle Hochgebirgswanderungen im Landesinneren und Küstenwanderungen, die man unternehmen kann.

Nachdem wir auf unserer Reise eine Canyoning Tour, eine Levada Wanderung und einen Golf-Schnupperkurs bei Palheiro Golf unternommen hatten, wählten wir eine etwas andere Möglichkeit, um die Insel noch etwas näher kennenzulernen: Eine Off-Road-Jeep-Safari. Dabei fährt man durch kleine Orte, über Berge und durch Täler und entdeckt dabei alte Wege und schwer zugängliche Plätze, abseits von den üblichen Touristen-Straßen.

Zu guter Letzt darf natürlich auch ein Besuch der Inselhauptstadt Funchal nicht fehlen, wenn man einmal auf Madeira ist. Besonders empfehlen möchte ich Ihnen hier einen Besuch des Marktes, der einen ganz besonderen Charme hat. Auch eine Seilbahnfahrt zum Botanischen Garten von Madeira sollten Sie einplanen. Bergab kann man dann mit einem Korbschlitten fahren, was wirklich einmal etwas ganz anderes ist. Ansonsten laden kleine Gassen zum Bummeln ein, es gibt eine Vielzahl an kleinen Cafés und an der Promenade hat man einen schönen Blick auf den Hafen von Funchal.

Nachdem wir vier Tage auf Madeira verbracht hatten, die viel zu schnell vergangen waren, flogen wir mit der TAP Portugal direkt nach Lissabon.

Die Hauptstadt Portugals an der Mündung des Tejo hat ein ganz besonderes Flair und ist wirklich sehr sehenswert. Typisch für Lissabon sind die alten Prachtbauten, die großen Alleen und Plätze auf der einen Seite und nette Gassen mit Straßencafés, moderne Einkaufsmöglichkeiten und Designerhotels auf der anderen Seite. Ich möchte Ihnen empfehlen, während Ihres Aufenthalts, auf jeden Fall eine Fahrt mit der Straßenbahn Linie 28 zu unternehmen, die auf ihrer Fahrt einige der ältesten und hügeligsten Viertel der Stadt durchquert. Lohnenswert ist auch der Aufstieg zum Castelo de Sao Jorge, von dem sich einem eine herrliche Aussicht über die ganze Stadt bietet. Ein weiteres Highlight, wenn auch etwas außerhalb des Zentrums, ist der Lissabonner Vorort Belem, wo der Belem Turm und das Entdeckerdenkmal steht, das den großen Seefahrern Portugals gewidmet ist, die von diesem Punkt losfuhren, um neue Welten zu entdecken.

Ich kann jedem Reisenden nur empfehlen seinen Aktivurlaub auf Madeira noch mit einem Städtetrip nach Lissabon zu verbinden. Durch die Flugmöglichkeiten (z.B. mit der TAP Portugal) bietet sich diese Mischung sehr gut an.








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