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Erstellt am 02.05.2010

Multikulti in Malaysia (Kuala Lumpur und Langkawi)

   

Kuala Lumpur (2 Tage)

Am besten erreichen Sie Malaysia mit der Malaysia-Airline. Selbst in der Economy-Class ist es sehr bequem. Freundliche Flugbegleiter und zuvorkommender Service lassen den Urlaub schon auf dem langen Flug beginnen.

Nach ca. 10 Stunden haben wir auf unseren Flitterwochen Kuala Lumpur (KL)frühmorgens erreicht. Der Flughafen liegt etwa 60 km außerhalb. Die Innenstadt ist jedoch dem modernen KLIA-Ekspres (2 Stationen: Flughafen und Zentralbahnhof) in 30 Minuten zu erreichen. Etwas günstiger geht es mit dem Bus (ca. 2 Stunden Fahrzeit). Ab Zentralbahnhof ist ein Taxi empfehlenswert, aber es geht auch mit einer Hochbahn oder dem Bus.

Um diese frühe Uhrzeit war unser Hotelzimmer (Impiana KLCC Hotel & Spa) noch nicht frei, aber wir konnten unser Gepäck sicher unterbringen und uns schon mal auf den Weg zu den Petronas Twin Towers (schräg gegenüber) aufmachen. Dort muss man sich nämlich frühstmöglich anmelden, um auf der Brücke zwischen den Türmen den Ausblick über Kuala Lumpur genießen zu können - kostenlos. Das geht allerdings nicht gleich - man bekommt dort eine Uhrzeit zugewiesen (in den nächsten 24 Stunden). Bitte Pässe mitbringen, man wird überprüft.

Im angrenzenden Park haben wir uns dann erst einmal einen Morgenkaffee gegönnt. Danach ging es in den Urwald mitten in der Innenstadt, Ungelogen - es gibt tatsächlich in der Innenstadt nahe des Fernsehturms (KL Tower) einen Innenstadturwald mit Lehrpfad. Sehr witzig. Beeindruckend waren natürlich die vielen unterschiedlichen Hochhäuser und Einkaufszentren auf dem Weg. Dazwischen aber auch die Garküchen mit Ihrem facettenreichen Angebot. Generell für jeden Geschmack ein Restaurant oder eine Garküche. Hier treffen alle Kulturen der Erde aufeinander.

Nach einer erfrischenden Dusche in unserem Hotelzimmer haben wir uns dann erneut aufgemacht. Dieses Mal stand das "alte" Kuala Lumpur auf dem Programm. Wobei Kuala Lumpur nicht wirklich "alt" ist, da es erst 1857 durch Zinnsucher "gegründet" wurde. Das "alte" Kuala Lumpur sind demnach die Gebäude aus der englischen Kolonialzeit inkl. Cricket Platz, Masjid Jamek Moschee, Cetral Market (heute Markt für einheimisches Handwerk) und China Town. Der Kontrast zwischen alt und neu ist fast überall gegenwärtig. Im Central Market haben wir uns dann eine Fußmassage gegönnt. Sehr empfehlenswert nach einem langen Stadttag.

Ein Besuch des überdachten und gut bestückten Nachtmarktes in China Town, sowie ein Cocktail in einer der modernen Bars in der Nähe der beeindruckenden Twin Towers bei Nacht waren der Abschluss unseres ersten Tages in Malaysia.

Am zweiten Tag stand "Shopping" auf dem Programm. Das Angebot an Einkaufszentren ist schlichtweg überwältigend. Wir hatten den Eindruck, dass jedes Geschäft auf der Welt mindestens eine Filiale in Kuala Lumpur hat. Die Ausstattung der Einkaufszentren allein ist schon sehenswert und sehr beeindruckend. Wer malayische Handwerkskunst mag (Intarsien- und Batikarbeiten) sollte unbedingt im Kuala Lumpur Craft Complex vorbei gehen. Im Februar findet dort zudem das berühmteste malayische Handicraft-Festival statt. Dort treffen sich dann für 1 Woche malayische Künstler zum Verkauf Ihrer Waren und zum Austausch mit anderen. Wir haben das leider um ein paar wenige Tage verpaßt.

Noch ein Wort zum Impiana Hotel & Spa: Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt auf ganzer Linie. Sowohl das Zimmer als auch das internationale Frühstück (inkl. japanischem und chinesischem Frühstück) können sich sehen lassen. Auch hier waren wieder alle Kulturen vertreten. Wir haben noch nie so ein friedliches Nebeneinander (Tschador und Träger-T-Shirt) erlebt. Den Wellnessbereich haben wir aufgrund unseres umfangreichen Ausflugsprogramms leider nicht gesehen. 

Langkawi (5 Tage)

Mit dem Flieger ging es weiter nach Langkawi. Je nach Airline geht der Flug vom nationalen (LCC) oder internationalen (KLIA) Flughafen ab. Die Flughäfen liegen ca. 20 Minuten auseinander und sind mit Pendelbussen verbunden.

Nach 2 Tagen tosedem Leben in der Großstadt war die Ruhe Langkawis Balsam für die Seele. Diese Insel ist eine gut zu erreichende, aber noch relativ ursprüngliche Urlaubsidylle. Artenreicher Urwald, türkisfarbenes Wasser und romatische Sonnenuntergänge machen Langkawi zum idealen Urlaubsort für Flitterwöchler weltweit. Aber auch für Familien bietet die Insel ein breites Ausflugsprogramm.

Unser Hotel Berjaya Lankawi Beach & Spa liegt im Südwesten der Insel, 30 Minuten vom Flughafen entfernt, eingebettet in den Urwald, der bis ans Meeresufer reicht. Die auf Stelzen gebauten Häuser liegen zum Teil im Wasser, am Urwaldrand oder mitten im Urwald. Die Anlage ist sehr weitläufig. Strand, Frühstücksstätten, Rezeption und Restaurants sind über ständig verkehrende kleine Pendelbusse schnell erreichbar. Der Stand ist feinsandig weiß, die Poolanlage mit Poolbar großzügig gehalten und die Wassersportaktivitäten kostenlos oder sehr günstig (Jet Ski 30 Minuten ca. 30 Euro). Unser großes Zimmer mit Balkon hatte direkten Meerblick. Dennoch konnten wir fast den ganzen Tag das Treiben diverser Affenarten vor und auf unserem Balkon beobachten.

Wir haben zwei Mal gut im Hotel gegessen (Büffetrestaurant und Thailändisches Restaurant auf Stelzen). Außerhalb des Hotels können wir im etwa 30 Minuten entfernten Pantai Cenang das Fisch- und Meeresfrüchterestaurant Orchid Rea sehr empfehlen. Allein dieses Restaurant wäre schon eine weitere Reise nach Langkawi wert!

Neben dem herrlichen Stränden gibt es viel zu entdecken. Neben einer Bootsfahrt durch den Kilim Geoforest Park mit Mangroven, Affen, Adlern und urzeitlichen Kleinlebewesen kann man auch mit der sehr ruhigen Seilbahn (Cable Car), unmittelbar an unserem Hotel gelegen, auf den 705m hohen Gipfel (Mat Cincang) gelangen. Von dort aus hat man einen wunderschönen Blick auf die weißen Strände, das Meer und die halbe Insel (überwiegend mit Urwald bedeckt). Die Brücke zwischen zwei Gipfeln ist sehr beeindruckend und natürlich begehbar. Wir sind von der Bergstation über einen kleinen Pfad quer durch den Urwald zur Mittelstation gelaufen (ca. 30 Minuten).

Wer tauchen oder schnorcheln möchte, tut das am besten im Pulau Payar Marine Park (ca. 45 Minuten mit dem Schnellboot von der Hauptstadt Kuar entfernt). Wir waren mit East Marine Divers unterwegs - sehr empfehlenswert; gehen auch professionell auf die Wünsche von Tauchern ein. Direkt um Langkawi herum gibt es leider keine Tauchplätze.

Erwähnenwert ist übrigens auch, dass Langkawi zollfreie Zone ist. Alkohol, Zigaretten, Kleidung, Parfüm, etc. sind extrem billig.

Toll war auch hier das friedvolle Nebeneinander der völlig verschiedenen Kulturen ohne Berührungsängste und sichtbaren Vorurteilen, sowie das zwanglose entspannte Reisen.

Wir haben noch lange nicht alles gesehen und wollen auf jeden Fall mehr von Malaysia entdecken. 








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