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Erstellt am 01.12.2009
Moskau- die Zarenstadt
Städtereisen - JS @ 16:27
Im November 08 hatte ich die Möglichkeit an einem Wochenende, zusammen mit dem Veranstalter Lernidee, die Zarenstadt Moskau kennen zu lernen. Es war sehr beeindruckend was mich dort erwartete. Nach der Ankunft im -3 Grad kalten Moskau, konnte ich mir während dem Transfer ins Hotel schon einen ersten Eindruck von Russlands Hauptstadt verschaffen. Die Metropole, mit ihren rund 10.Mio. Einwohnern, hat von grauen und überfüllten Plattenbauten bis zu prunkvollen, modernen Hotels alles zu bieten.
Wir übernachteten im Swissôtel Krasnye Holmy, einem 5 Sterne Hotel, welches östlich vom Kreml liegt. Dieses Haus lässt wirklich keine Wünsche offen. In einem modernen Design, mit viel Glas und freundlich Farben bietet es seinen Gästen 6 Restaurants, eine Panorama Lounge im 34. Stock (von der man einen atemberaubenden Blick über Moskau hat), einen Spa Bereich mit Sauna und Pool und vieles mehr. Die Zimmer sind großzügig, gemütlich und verfügen über große Fenster mit denen man einen tollen Ausblick über die Stadt hat. Das Personal ist freundlich und hilfsbereit und gestaltet den Tag für die Gäste, durch eine Vielzahl von Service- Leistungen, so angenehm wie möglich.
Was ich jedem Gast in Moskau nur empfehlen kann ist die Stadt nachts, bei einer Lichterfahrt, kennen zu lernen. Wir besuchten mit einem Reisebus, mit der U-Bahn und zu Fuß die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Alle werden bis nach Mitternacht mit Scheinwerfern oder Lichterketten in Szene gesetzt. Die Atmosphäre die dabei entsteht ist wirklich unbeschreiblich. Einen tollen Ausblick über die Stadt hat man vom Leninberg. Dort steht auch die mächtige Universität Moskaus, die mit ihrer Höhe von 240 m zu den sieben Schwestern Stalins (Wolkenkratzer)gehört. Der hohe Turm des Gebäudes ist mit einer goldenen, sternförmigen Spitze verziert. Mit der U-Bahn fuhren wir anschließend zum Kreml und zum Roten Platz. Allein der Aufenthalt in der U-Bahnstation ist ein Erlebnis und nicht mit den deutschen Stationen zu vergleichen. Jede ist individuell gestaltet. Hell, mit bunten Fliesen und Mosaikbildern dekoriert, mit Kronleuchtern ähnlichen Lampen, Holzfiguren und Marmorsäulen ausgestattet. Die Rolltreppen sind zum Teil bis zu 100 m lang und sehr steil. An dem einen Rand vom Roten Platz, auf dem früher Hinrichtungen statt fanden, steht das riesige GUM Kaufhaus, welches an allen Ecken und Kannten von kleinen Lampen beleuchtet wird. An die andere Seite grenzt die rote Backsteinmauer des Kremls. Man sieht nur die Türme über die Mauer herausragen, auf deren Spitzen rote Sterne strahlen. Vor dieser Mauer steht das Mausoleum von Lenin. Südlich vom Roten Platz befindet sich die bunte Basilius-Kathedrale mit ihren schönen Zwiebeltürmen. Der Legende nach wurde ein italienischer Architekt von Iwan dem Schrecklichen beauftragt diese Kirche zu bauen. Nach Vollendung des Werkes hat Iwan dem Architekten die Augen ausgestochen, damit dieser nie wieder etwas Schöneres bauen kann.
Am nächsten Tag besichtigen wir den Kreml von innen. Hier ist der offizielle Sitz des Staatspräsidenten. Vorbei an der Zarenkanone, welche 5,3m lang ist und mit zu den größten der Welt gehört, gelangt man zum Glockenturm von Iwan dem Großen, mit seinen golden Kuppeln und zu der Uspenski Kathedrale, dem ältesten, erhaltenden Gebäude Moskaus. Im inneren dieser Kathedrale gibt es keine Fläche die nicht mit Bildern bemalt wurde.
Ein weiteres schönes und luxuriöses Hotel mit 5 Sternen im russischen Imperial Stil ist das Ritz Carlton Moskau. Die Einrichtung besteht aus Marmor, Gold und Samt. Es ist viel mit Teppichböden ausgelegt und wurde überwiegend mit dunklem Holz und mit plüschigen Sofas eingerichtet. Auch hier gibt es mehrere Lounges, Restaurants, einen tollen Spa Bereich und auf dem Dach die O² Lounge (diese ist sehr modern eingerichtet und mit tollen Lichteffekten). Auch hier bietet das Hotel einen exklusiven Service an um die Gäste rund um zu verwöhnen.
Im Anschluss besuchten wir eine Vorstellung im dem „alten Zirkus“ Juri-Nikulin-Zirkus, nach dem berühmtesten Clown Russlands benannt. Dort staunten wir über die akrobatischen Leistungen, lachten über lustige Clowns und erfreuten uns an den dressierten Hunden, Vögeln, Bären und Pferden.
Am letzen Tag und als absolutes Highlight hat es uns Lernidee ermöglicht einige Stationen mit der transsibirischen Eisenbahn, dem Zarengold, Richtung Flughafen zu fahren. Neben einer Führung durch den komfortablen Zug, ließen wir ein spannendes Wochenende mit wunderschönen Eindrücken bei russischer Folklore mit Kaviar-und Wodka -Proben ausklingen.
Jennifer Selchow
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