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Erstellt am 30.09.2010
Golf Südafrika, Österreich Vorarlberg und Bodensee
Sportreisen, Wellnessreisen, Europa - KW @ 10:01
Liebe Golfer,
im letzten Golfletter hatten wir noch die berechtigte Hoffnung dass das WM Fußball Sommermärchen vielleicht in Erfüllung gehen könnte – leider wurde uns dieser Wunsch nicht erfüllt.
Auch bei Golfspielern gibt es ganz verrückte Wünsche, so z.B. das 19. Loch im Legend Golf & Safari Golfplatz, zwei Autostunden von Johannesburg entfernt (www.legendlodges.co.za). Das besondere an diesem Platz ist, dass jede Spielbahn von einem anderen Golfprofi entworfen wurde und dass es mit dem 19. Loch etwas ganz besonderes auf sich hat. Entworfen und designed von Retief Goosen.
Das 19. Loch - normalerweise versteht man darunter die Bar des Clubhauses. Doch beim Legend handelt es sich um ein „extreme 19th Hole“. Per Helikopter – Kosten ca. 250,- US $ - geht es auf den Sattel des Hangclip Mountain in 430 Meter Höhe. Der Abschlag in die Tiefe zielt auf ein Grün, dessen Konturen den afrikanischen Kontinent nachzeichnen. Wer das 19. Loch mit einem Schlag trifft, bekommt übrigens eine Million US-Dollar. Mit ein wenig Glück waren dann die extra Kosten für diesen Tee Shot ein gutes Investment!
Der Legend-Golfplatz steht nicht allein unter den ungewöhnlichen Golf-Angeboten für die kommende Saison. Wer etwa einen Sinn für Feng-Shui hat, ist auf dem Panorama Golfplatz im niederbayrischen Fürstenzell bei Bad Griesbach gut aufgehoben. Die Gestaltung des Areals folgt den Prinzipien der chinesischen Lehre von der Harmonie zwischen dem Menschen und seiner Umgebung.
Meine letzte Golferfahrung war bei weitem weniger spektakulär aber dennoch für mich ein Novum. Golfclub Brand (www.gcbrand.at) im Vorarlberg - ein Par 65 Platz, etwas über 4000m lang in den Bergen, das ergibt zwangsläufig viele Par 3 Bahnen, unterbrochen von Par 4 und Par Löchern. Ich bin den Platz gelaufen, was machbar ist. Dennoch muss man zugestehen, dass die Wege von Bahn zu Bahn teilweise schon beschwerlich sind. Man bleibt dann erstmals gerne am Abschlag stehen und bewundert die Natur. Es gibt aber genügend E-Carts um sich die Runde etwas zu erleichtern. Im Brandnertal, einem der schönsten Täler der Alpen, umgeben vom Gebirgspanorama und der Gletscherwelt des Rätikons befindet sich der Naturpark mit dem Golfclub Brand.
Der äußerst ruhig gelegene Golfplatz bietet vor allem im Hochsommer die unschätzbaren Vorteile angenehmer Temperaturen und frische Hochgebirgsluft. In der Alpenregion Bludenz, zwischen Arlberg und Bodensee befindet sich dieser friedvoll, abseits nervenden Verkehrslärms gelegene Parcours.
Der erste Abschlag ist nur einige Schritte vom Ortszentrum bzw. dem Hotel Sarotla (www.soratla.at) entfernt. Landschaftliche Schönheiten wie Lesesteinmauern, hundertjährige Almhütten, das gewaltige Bergmassiv der Schesaplana und klare Gebirgsbäche begleiten den Golfer auf seiner Runde. Sehr oft wird der rauschende Alviar Bach überspielt. Herausforderungen gibt es genügend, für Anfänger wie auch für Fortgeschrittene.
Die Integration eines Golfplatzes in die bestehende Landschaft wurde durch die Anlage von Hangterrassen gelöst, die Abschlags- und Grüngrößen dem kleinräumigen Gelände angepasst, gut auf dem nebenstehenden Bild erkennbar, und die geomorphologischen Gegebenheiten berücksichtigt. Mit Sicherheit ein Platz an den man sich erinnern kann. Gewöhnungsbedürftig die Anhäufung von insgesamt neun Par 3 Löchern. Sehr schön auch die Spielbahn 18, bei der dann zum letzten Mal durch eine schmale Waldschneise die Alviar überspielt, das Grün dann noch von einem kleinen Teich und einem Bunker bewacht ist. Anschließend sagt man „geschafft“! Ich habe diesen Platz alleine bespielt und war nach 3 Stunden im Clubhaus angekommen. Es war ein für mich das erste Mal, dass ich einen Gebirgsplatz gespielt habe. Beeindruckend dass dieser Platz einfach in die Natur eingefügt wurde ohne diese groß zu verändern. Das dies natürlich seine Tücken mit sich bringt steht außer Frage.
Übernachtet habe ich im Hotel Sarotla, dass direkt am Abschlag von Tee 1 gelegen ist. Ein sehr modernes Hotel, das im ersten Moment ein wenig puristisch wirkt. Die Freundlichkeit der Mitarbeiter, die sehr gute Küche, die großzügigen Zimmer und ein kleiner aber sehr eleganter und feiner Wellness Bereich machen den Aufenthalt sehr angenehm.
Meine Tour führte mich dann weiter in das nahe gelegene Bludenz. Auch hier wartet ein Platz in den Bergen, wenn auch von ganz anderer Struktur, der Golfclub Bludenz-Braz (www.gc-bludenz-braz.at)
Eingebettet in das Klostertal gleicht eine Runde Golf auf diesem Platz einer Wanderung in freier Natur. Am 11. Loch zum Beispiel genießt man einen atemberaubenden Ausblick über das Klostertal in Richtung Arlberg. Weiden, die direkt an den Golfplatz anschließen, verdeutlichen die Ursprünglichkeit dieser Region. Durch ein paar trickreiche Greens und sehr gut angelegte Doglegs ist der Platz für Spieler aller Handicaps sehr interessant. Der Höhenunterschied von nahezu 100 Metern ist natürlich zu bewältigen, aber die Anlage ist recht weitläufig, so dass dies nicht so spürbar ist wie z.B. im Golfclub Brand. Auch hier gibt es natürlich genügend E-Carts um sich die Golfrunde zu erleichtern. Hervorzuheben ist die Clubgastronomie. Ein „Haubenkoch“ betreut das Restaurant. Der Gleiche, der im nur einige Meter vom Club entfernt liegenden Hotel Traube kocht, ein altes Traditionshotel, das durch einen wunderschönen, modernen Neubau ergänzt wurde.
„Ein Haus ist das Spiegelbild der Menschen, die es bewohnen“. Das gilt auch für die „Brazer Traube“(www.traubebraz.at).. Die Geschichte des Hauses, welche weit ins 19. Jahrhundert zurück reicht, zeigt, dass schon in der Vergangenheit neben der heimischen Bevölkerung, die Reisenden es waren, die auf dem Weg über den Arlberg die Gastlichkeit und ländliche Atmosphäre in den alten Stuben schätzten.
Von Einkehr sprach man damals, kulinarischer Treffpunkt in geselliger Atmosphäre ist es heute. Die naturbelassene Küchenlinie, unter Einbeziehung von regionalen und saisonalen Produkten im Restaurant und zum anderen das gemütliche Flair im Hotelbereich schätzten die Gäste. Die gelungene Kombination von alter Tradition und moderner Ausstattung haben auch die verschiedensten Gourmet- und Reiseführer beeindruckt und zu mehrfachen Auszeichnungen geführt.
Alpen Spa nennt sich der neue Wohlfühlbereich der „Traube Braz“ und erstreckt sich über ca. 700 m2 auf zwei Ebenen. Neben dem Hallenbad mit kombiniertem Freibad, einer Saunalandschaft mit Finnischer Sauna, Kräutersauna, Dampfbad, Kneippbecken und Ruhebereichen mit offenem Kamin bietet die Beauty-Abteilung mit 5 Behandlungsräumen für Kosmetik, Massage und Paar-Behandlungen den idealen Rahmen um den persönlichen Jungbrunnen zum sprudeln zu bringen. Die Zimmer im Stammhaus sind mit schweren Möbeln im alpenländischen Stil ausgestattet, die Zimmer im Neubau sind recht modern. Holzfußböden, großen hellem Badezimmer und sehr wohnlich. Ja - wie schon erwähnt die Küche. Gaumenfreuden - man muss oft Schönes erleben, um davon zehren zu können und glücklich zu sein. Die Jägerstube, die Garnila-Stube, die Bienen Stube, der kleine Erker sowie der große und kleine Saal laden ein zum Genießen. Hier kann man dann den Tag bei einem köstlichen 5 gängigen Abendmenü ausklingen lassen.
Auf der weiteren Reise vorbei am Bodensee habe ich dann noch einen Abstecher zum Golfclub Bodensee gemacht. Wirklich nur wenige Kilometer von Lindau entfernt liegt der Golfclub Bodensee (www.gcbw.de). Man verlässt die Autobahn an der Ausfahrt Weißensberg und steht nach 3 km vor dem Golfhotel. Das wunderschöne mitten auf dem Golfplatz gelegene Viersternehotel im Landhausstil bietet eine entspannte Atmosphäre, erstklassige Zimmer und Suiten mit Blick auf die Greens und vor allem herzliche Gastfreundschaft. Das spürt man schon bei der Ankunft.
Der Gast soll sich wohlfühlen. Deshalb sind die Zimmer im Hotel mit allem ausgestattet, was man erwartet. An erster Stelle steht dabei ein Ausstattungsmerkmal, dass es so sonst nicht überall gibt: freie Sicht auf sattes Grün oder sogar auf blauweiße Gipfel. Und wenn Sie sich an der Bodenseelandschaft vorerst satt gesehen haben, schauen Sie sich in Ihrem Zimmer um. Auch dort gibt es nämlich eine Menge schöner Dinge zu entdecken: von der stilvollen Einrichtung über den hohen Komfort bis hin zu den kleinen Aufmerksamkeiten.
„Nach dem Aufstehen ein üppiges Champagnerfrühstück, knackfrische regionale Köstlichkeiten zu Mittag und ein internationales Spitzenmenü zu Abend: purer Luxus? Wunderbarer Alltag im Golfhotel! Ob Bodensee-Fan oder Italien-Liebhaber, ob Süßmaul oder Fitness-As, ob Weinkenner oder passionierter Cocktail-Trinker - bei uns kommen Feinschmecker aller Couleur auf ihre Kosten. Mit ausgesuchten Spezialitäten aus unserer Küche und unserem Weinkeller kitzeln wir Ihre feine Nase, schmeicheln Ihrem verwöhnten Gaumen und sind erst zufrieden, wenn Sie genießerisch die Augen schließen“.
Natürlich gibt es viele Gründe für das Golfhotel Bodensee. Der wichtigste Grund für Golfer liegt jedoch in der Natur des Hauses - denn das Hotel ist umgeben von einer 18-Loch-Golf-Oase, die für Handicap-Spieler ein absolutes Muss ist. Angelegt vom renommierten amerikanischen Designer Robert Trent Jones senior, geht die Anlage über 6.079m (Par71), hat 54 Tees und 92 Bunker. Kaum Steigungen und viele Schattenspendende Bäume machen das Spielen angenehm. Und wer bei Loch 5 die Muße hat, sollte unbedingt den Blick schweifen lassen über die wohl schönste Kulisse, die man sich beim Golfen wünschen kann.
Damit hat diese 3 tägige Informationsreise für mich ein Ende gefunden und vom Bodensee ist man über die Autobahn in knapp 3 Stunden wieder im Großraum Nürnberg angelangt.
Wir wünschen Ihnen wunderschöne Golfrunden bei herrlichem Sommerwetter. Wir gehen Ende August in den Urlaub und werden dann im nächsten Golfletter davon berichten.
Bis dahin verbleiben wir mit den besten Grüssen
Ihre
Familie Wutzer & Jakob
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