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  • Markus Krämer

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Erstellt am 16.02.2010

Hongkong " Der duftende Hafen"

  

Hongkong, übersetzt der "duftende Hafen" war für mich ein ganz besonderes Erlebnis. Ende Januar 2010 war es dann endlich so weit. Mit Verspätung trat ich den elfstündigen Flug aus dem verschneiten Deutschland Richtung Hongkong an. Da der Flug in der Nacht begann und man beim Flug ostwärts 7 Stunden Zeitverschiebung hat, erreichte ich die Destination gegen Abend Ortszeit. Bei Ankunft am neuen Flughafen „Chep Lak Kok“, der etwa 40 km von der City Hongkongs entfernt liegt, stiegen wir in unseren Shuttle-Bus, der uns noch am selben Abend zu einer illustren Hafenrundfahrt mit Abendessen bringen sollten. Hierbei erlebten wir das Spektakel „Symphony of Light“, eine etwa viertelstündige Lasershow, die jeden Abend um 20 Uhr im Hafen stattfindet und die Skyline Hongkongs in eine bunte Glitzerstadt verwandelt. Danach bezogen wir das Hotel „Renaissance Harbour View“ auf der Nordseite von Hongkong Island, unmittelbar am Messe-Zentrum. Hier hatten wir einen herrlichen Blick auf die Skyline von Kowloon, die heute noch nicht ganz so imposant erscheint, wie die Skyline von Victoria Island. Am nächsten Morgen starteten wir, nach einer halben Stunde Thai Chi, zu einer ersten Erkundung der Stadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Zunächst stand das Straßenbahn fahren auf dem Programm. Die S-Bahn kostet  umgerechnet 20 Cent und bringt einen quer durch die ganze Stadt. Als Tipp kann ich die Octopus-Card empfehlen, bei der man ein gewisses Guthaben laden kann und in sämtlichen Verkehrsmitteln oder auch Läden damit zahlen kann. Eine praktische Sache, die lästiges Kleingeldsuchen und Tickets lösen überflüssig macht. Wir besichtigten einen „Flohmarkt“ auf dem man Jade und Glücksbringer kaufen konnte, einen Lebensmittelmarkt mit frischem Obst und Gemüse aus China und einen der vielen Tempel in und rund um Hongkong. Außerdem fuhren wir ein Stück auf der längsten Rolltreppe der Welt, die sich mit Unterbrechungen  etwa 800 m den Hang hinauf schlängelt, um das rege Verkehrsaufkommen in der Stadt zu entlasten. Nach weiteren zwei Stationen per U-Bahn erreichten wir die Talstation der Peak Tram. Diese führt auf den etwa 500 m hohen Victoria Peak, von wo man eine herrliche Aussicht auf Hongkong hat. Zu Mittag blieben wir im „Café Deco“, das große Fensterfronten bietet, um bei gutem Essen das Panorama zu genießen.

Im Anschluss ging es per Peak Tram wieder talwärts. Mit dem Bus fuhren wir in das Fischerdorf Stanley mit seinem gleichnamigen Markt und an die „Repulse Bay“, einem vornehmen Wohnviertel. Das Abendessen nahmen wir dann im Hotel „Intercontinental“ ein, das unmittelbar am Hafen auf Höhe der „Avenue of Stars“ gelegen ist. Hier haben schon einige Prominente, z.B. Bruce Lee, ihre Handabdrücke im Beton verewigt.

Am nächsten Morgen schaukelten wir mit der traditionellen Holzdschunke „Oriental Dragon“ nach Kowloon zum Hotel „Sheraton Hongkong & Towers“. Nach dem Mittagessen verabschiedeten wir uns vom „Hafen der Düfte“, so die Übersetzung Hongkongs, in Richtung Macau. Mit der Schnellfähre, einem Katamaran, hat man die 70 km Entfernung, die die beiden Städte trennt, in gut einer Stunde zurückgelegt. Im Hotel „Grand Lapa“ ruhten wir uns kurz aus, bevor wir zum Abendessen im traditionellen, typisch macanesischen Restaurant „Litoral“ aufbrachen. Anschließend wurden wir im „Canidrome“ noch Zeugen einiger Windhunderennen. Bei der „World Heritage Walking Tour“ quer durch Macau am nächsten Morgen besichtigten wir die meisten Sehenswürdigkeiten der ehemaligen portugiesischen Kolonie, wie den A-Ma-Tempel, die St.-Pauls-Kathedrale, die nur noch aus der Frontfassade besteht, und natürlich den Senatsplatz, der mit seinen geschwungenen Mosaiken und Barockfassaden eher an Lissabon, als an China erinnert. Im Hotel „Sofitel At Ponte 16“ aßen wir eine Kleinigkeit und nach Besichtigung des Hotels mit Blick auf China, das im Übrigen über eine eigene „Michael-Jackson-Gallerie“ verfügt ging es mit dem Bus weiter nach Coloane, der südlichsten Insel und gleichzeitig der grünen Lunge Macaus. Zwischen Coloane und Taipa befindet sich der Cotai-Strip, eine künstlich gewonnene Landfläche auf der sich zum Beispiel das Luxusressort „The Venetian“ mit angeschlossener Shopping-Mall und riesigem Casino befindet. Das Glücksspiel ist in China nur in Macau erlaubt und deswegen auch so sehr begehrt. Die aktuellen Umsätze übersteigen die in Las Vegas um ein Vielfaches, da Chinesen sehr wett- und spieleifrig sind. Hunde- und Pferderennen und das Glücksspiel ersetzen in Hongkong und Macau die in China verbotene staatliche Lotterie.

Den Abschied von Macau mit „Farewell Dinner“ erlebten wir im „Macau Tower“ auf luftigen 223 Metern Höhe. Eine Drehscheibe, die sich innerhalb einer Stunde um 360° Grad dreht, bezweckt, dass man während des Abendessens die ganze Stadt überblicken kann. Eine traumhafte Location mit Panoramablick über die glitzernde Spielermetropole, dazu ein im wahrsten Sinne des Wortes „Rund-um-Büffet“. In der Bar des Hotels MGM ließen wir den Tag bei guter Live-Musik ausklingen, wer jetzt noch nicht genug hatte, eroberte die Spieltische oder einarmigen Banditen, oder so wie ich, sein Bett.

Mit der Fähre ging es dann tags drauf zurück nach Hongkong, wo wir im Hotel „Hyatt Regency Tsim Sha Tsui“ in Kowloon eincheckten. Das Hotel gehört zu den höchsten Gebäuden Hongkongs, bietet direkten U-Bahn-Zugang und ein Shopping-Center. Am Abend wetteten wir beim, immer mittwochs stattfindenden Pferderennen, in einer VIP-Lounge des Hippodroms im „Happy Valley“. Etwa 20.000 Menschen verfolgten das Spektakel im hell erleuchteten Rund des Stadions.

Die Insel Lantau mit dem Fischerdorf „Tai O“ war Ziel unseres nächsten Tagesausflugs. Hier entschieden wir uns spontan zu einer Bootsfahrt, bei der wir Delphine sehen sollten, jedoch außer ein paar Möwen nichts zu sehen bekamen. Aber alleine die Aussicht auf die ursprüngliche Bauweise des Dorfes, das ähnlich wie Venedig auf Stelzen gebaut wurde, war lohnenswert. Nach dem Besuch der mit 34 Metern Höhe und 200 Tonnen Gewicht weltweit größten sitzenden Bronze-Buddhas am „Po Lin Kloster“ fuhren wir mit der Seil-Bahn „Ngong Ping 360“  zur Talstation Tung Chung, wo wir die Möglichkeit hatten, die Shopping-Vielfalt Hongkongs zu erkunden. Viele Artikel, wie Kleidung oder Parfums, bekommt man hier zu einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis angeboten. In Hongkong selbst empfiehlt es sich aber, auf die mit „Q“ gekennzeichneten Qualitätsschilder zu achten. Gerade an der „Nathan Road“ gibt es viele unseriöse Händler, die Plagiate von Rolex Uhren anbieten. Die Inder, die einen hier an jeder Straßenecke ansprechen, sollte man ignorieren. Sobald man Interesse zeigt, wird man die komplette Großfamilie nicht mehr los, ehe man ein unrentables Geschäft abgeschlossen hat. Nach all den Shoppingmöglichkeiten fuhren wir am nächsten Morgen in die sogenannten „New Territories“, der grünen Lunge Hongkongs. Mit dem Schiff ging es an der Halbinsel Sai Kung entlang zu einigen Fischerhäfen, verborgenen Stränden und Höhlen. Das sehr westlich geprägte Mittagessen nahmen wir in einem sehr schmackhaften Restaurant in Sai Kung ein. Der Abend stand ganz im Zeichen des Shoppens. Die traditionellen Märkte „Nachtmarkt“, „Goldfischmarkt“, „Vogelmarkt“, „Ladies Market“ und den „Blumenmarkt“ an der „Temple Street“ muss man einfach erlebt haben. Sie gleichen Ständen, die wir in Deutschland z.B. bei Jahrmärkten kennen. In gewisser Weise gibt es eine Ordnung, z.B. findet man Elektro- oder Sportartikel nur in speziellen Bezirken. Mit vollen Einkaufstüten traten wir dann den Rückweg ins Hotel an. Am letzten Tag unserer Reise packten wir die Koffer und erwarteten den  Rückflug. Nach zwölf Stunden Flug hatte ich jede Menge Souvenirs und viele tolle Eindrücke in meinem Gepäck. Eine Reise, von der ich noch lange zehren werde. Hongkong bietet sich natürlich nicht nur als Städtereise an, sondern bietet gerade in der Kombination mit Macau eine gute Ausgangsbasis für eine Chinarundreise oder aber eine sehr gute Alternative zu Singapur als Stopover  für den Weiterflug zum Beispiel nach Bali oder Australien. Ich jedenfalls kann einen Aufenthalt im „duftenden Hafen“ nur empfehlen. Wenn ich auch Ihre Reiselust zu dieser traumhaften Metropole geweckt habe, setzen Sie sich doch einfach mit mir in Verbindung. Ich berate Sie gerne und kann Ihnen sicherlich bereichernde Tipps für Ihre weitere Reiseplanung geben.

 

Es grüßt ganz herzlich, Markus Krämer

 








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