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Erstellt am 23.11.2009
Syrien – Damaskus, Aleppo, Krak des Chevaliers, Palmyra
Städtereisen, Studienreisen, Individualreisen, Naher/Mittlerer Osten - MB @ 16:24
Syrien zählt sicherlich zu den interessantesten Reisezielen im Nahen Osten. Nirgendwo sonst finden sich so viele Spuren vergangener Kulturen als in diesem Land. Prächtige Moscheen, imposante Kreuzritterburgen, lebhafte orientalische Souks, frühchristliche Kirchen und zahlreiche römische oder byzantinische Ausgrabungen, Syrien ist vielfältig und einmalig.
Sieben Tage sind eigentlich viel zu kurz für dieses Land. Man kann jedoch innerhalb dieser Zeit einen guten Überblick über die Vielfalt dieses Landes gewinnen. Ausgangspunkt der meisten Rundreisen ist Syriens Hauptstadt und auch größte Stadt Damaskus. Wer denkt bei Damaskus nicht an 1001 und eine Nacht? Wer denkt nicht an die Düfte des Orients und das lebhafte Treiben in der Altstadt? Damaskus zählt zu den ältesten durchgehend bewohnten Städten der Welt. Eine Besichtigung der von der UNESCO geschützten Altstadt lässt Sie eintauchen in eine fremde Kultur mit all ihren Facetten. Beginnen Sie den Tag im Nationalmuseum. Sehenswerte Ausstellungen geben einen guten Überblick über die Kulturen und die Entwicklung des Landes. Die Höhepunkte sind sicherlich die Synagoge aus Dura Europos mit ihren Wandgemälden und die Keilschrifttafel aus Ugarit, das älteste bekannte Alphabet der Menschheit. Bei einem Bummel durch den Bazar erleben Sie das orientalische Flair hautnah. Die Gerüche der Gewürzhändler oder Metzger, die feinen Damast- und Brokatstoffe oder die Goldhändler, die Schmuck nach Gewicht verkaufen, ziehen jeden in seinen Bann. Direkt neben dem Bazar findet sich die Omayyaden-Moschee, ein prachtvolles Bauwerk aus 1001 Nacht. Wandeln Sie auf plankegeputzten Marmorböden und genießen Sie den Anblick Gold verzierter Giebel in Syriens wichtigster Moschee. Ein Abbild der muslimischen Kultur vergangener Tage bietet der Azem-Palast mit seinen Innenhöfen und prachtvollen Zimmern. In der Ananiaskirche wurde Saulus zum Paulus und einer der bedeutendsten christlichen Missionare.
Von Damaskus Richtung Norden gelangt man in das malerische Bergdorf Maalula. Hier finden Sie eine der ältesten Kirchen der Welt. Im Ort wird von einigen Bewohnern noch Westaramäisch, die Sprache Jesu Christi gesprochen. Vielleicht haben Sie Glück und die Küsterin des Sergios-Klosters betet das Vaterunser für Sie auf Aramäisch. Durch eine schmale Schlucht geht es dann hinunter zum Thekla-Kloster, wo Sie am der Grab der Heiligen mehr über deren Geschichte erfahren können. Weiter geht die Reise zu einem unvergesslichen Höhepunkt der Reise zum UNESCO-Welterbe, zur Kreuzfahrerburg Krak des Chevaliers. Hier wird das Leben der Kreuzritter lebendig. Die imposante Anlage mit ihren dicken Befestigungsmauern, Wehrtürmen, Innenhöfen, Kirchen und Kreuzgängen galt in ihrer Zeit als uneinnehmbar. Die strategische Lage ließ die Johanniter die Wege vom Mittelmeer ins Landesinnere kontrollieren. Durch eine der fruchtbarsten Gegenden Syriens geht die Fahrt weiter Richtung Norden nach Hama ihn die Stadt der Wasserräder. Bis zu 21 Meter hoch sind diese Wasserräder, die Wasser aus dem Otrontes in die höher gelegenen Aquädukte gepumpt haben, um damit die fruchtbaren Felder zu bewässern. Auf dem Weg nach Aleppo, dem Zentrum im Norden des Landes lohnt sich ein Abstecher zur alten Römerstadt Apameia. Nur ein Teil dieser Anlage ist freigelegt. Aber bei einem Spaziergang über die ca. 2 Kilometer lange Säulen gesäumte Prachtstraße lassen sich die Ausmaße dieser Stadt erahnen.
Über Serjillah, eine der ca. 800 „Toten Städte“ in Syrien erreichen wir Aleppo, das Zentrum des Nordens. Aleppo ist Syriens zweitgrößte Stadt mit ca. 3,5 Mio Einwohnern. Die „graue“ Stadt besitzt den wohl größten und schönsten Souk des Nahen Ostens. Neben Gold, Teppichen, Schuhen und grazilen Handarbeiten werden dort auch alle Arten von Lebensmitteln, wie Gewürze, Obst, Gemüse und Fleisch gehandelt. Selbstverständlich erhält man im Souk auch die bekannten Nüsse und Pistazien und die handgemachte Aleppinische Olivenöl-/Lorbeer-Seife, ein gutes Mitbringsel. Seit mehr als 5000 Jahren ist Aleppo, das biblische Halab, ein Kreuzungspunkt der Handelswege. Dabei hinterließen viele Völker, wie Assyrer, Hethiter, Babylonier oder Ägypter ihre Spuren in der Stadt. Überragt wird die Stadt von der Zitadelle, die einen guten Überblick über die Stadt gibt. In der Altstadt findet man neben dem Souk, die Omayyaden-Moschee oder das Bimaristan, ein mittelalterliches Krankenhaus für psychische Kranke. Anders strukturiert, aber genauso lebhaft und interessant ist das christliche Viertel Dschdeide, in dem man eine Vielzahl von Geschäften findet. Hier liegt z.B. auch das angenehme und landestypische Hotel Mandaloun. Von Aleppo in Richtung Osten ändert sich die Landschaft radikal. Sand und Steppe, Beduinenzelte, Schaf- und Kamelherden prägen das Bild. Nach einem Stopp am Assadstausee, erreicht man in der Nähe die Ruinenstadt Resafa (byzantinisch Sergiopolis), das biblische Reseph, früher ein wichtiger Punkt für christliche Pilger, aber auch Stopp für Karawanen auf Ihrem Weg Richtung Mittelmeerküste. Südöstlich davon liegt das Wüstenschloss Qasr al Hayr Ash Sharqi (östliches Wildgehege-Schloss), welches aus zwei Teilen besteht. Die Omayyaden legten Wildgehege an, um hier ungestört ihrer Jagdleidenschaft nachgehen zu können. Das „Wüstenschloss“ diente aber wohl auch als Karawanserei.
Einen Höhepunkt jeder Syrienreise stellt der Besuch der antiken Oasenstadt Palmyra (UNESCO-Welterbe) dar. Hier lebte in römischen Zeiten die sagenhafte Königin Zenobia mit ca. 50.000 Menschen. Noch heute ist die Stadt berühmt für ihre Dattelpalmen, woher sich auch der Name ableitet. Nach der Vertreibung von Zenobia und der Plünderung durch die Römer unter Kaiser Aurelian verlor die Stadt zunehmend an Bedeutung. Sehenswerte Überreste sind der imposante Baal-Tempel, die säulengesäumte Kolonnadenstraße, das Theater oder das Tetrapylon. Angenehm mit einzigartigem Panorama lässt sich im Cham Palace Hotel Zenobia direkt an den Ruinen wohnen.
Die Arabische Republik Syrien ist ca. 185.000 qkm groß, besitzt im Westen eine 175 km lange Mittelmeerküste und grenzt im Norden an die Türkei, im Osten an den Irak, im Süden an Jordanien und im Südwesten an Israel und den Libanon. Ca. 60% des Landes sind Wüsten und Steppen. Es gibt aber auch sehr fruchtbare Gegenden – ein Teil des fruchtbaren islamischen Halbmonds – in denen 2 mal pro Jahr geerntet werden kann. Die ca. 20 Mio. Einwohner sind ein Völkergemisch, wobei ca. 90% syrische Araber sind. Auch religiös ist Syrien ein buntes Gemisch. So sind ca. 90% Muslime (70% Sunniten, 20 % Schiiten, verschiedener Richtungen) und 10% Christen unterschiedlichster Konfessionen, wie griechich- oder armenisch-orthodox, maronitisch, röm.-katholisch, evangelisch oder chaldäisch.
Für die Einreise nach Syrien benötigen deutsche Staatsbürger ein Visum. Für Gruppen kann dieses bei der Einreise ausgestellt werden. Die beste Reisezeite ist von April bis Juni und Oktober bis November mit angenehmen Temperaturen von 20° – 35° Grad und wenig Niederschlägen. Von Dezember bis Februar kann es teilweise heftig regnen bzw. in Hochlagen auch schneien. Die Monate Juli und August sind meist sehr heiß mit Temperaturen bis über 40° im Binnenland.
Damaskus ist direkt mit Syrian Arab Airlines oder mit Umsteigen z.B. in Wien oder Istanbul erreichbar.
Gerne stehe ich Ihnen persönlich für weitere Fragen unter Telefon 0921 885-30 oder per Email m.bayer@derpart.com zur Verfügung.
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