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Erstellt am 21.10.2009
Reisebericht Andalusien PKW Rundreise und Costa de la Luz mit Familie und Kind
Studienreisen, Spanien/Kanaren - MM @ 15:01
Wir entschlossen uns Ende Mai 2009 für 14 Tage, gemeinsam mit unserem 3 jährigen Sohn, einen Urlaub in dem wunderschönen Andalusien zu verbringen. Die folgenden "Stationen" planten wir individuell mit dem Mietwagen zu erkunden: Malaga, Granada, Cordoba, Sevilla, Jerez, Ronda sowie Marbella. Die Tour sollte von einigen Tagen Badeaufenthalt an der Costa de La Luz unterbrochen, bzw. etwas aufgelockert werden.
Wir erreichten nach gut zwei Flugstunden Malaga, nahmen dort unseren Mietwagen (problemlos: die Reservierung eines Kindersitzes) in Empfang und fuhren die erste Etappe in Richtung Granada. Die Wahl des Hotels erwies sich hier als wirklicher "Glücksgriff": Das Alhambra Palace (4*) tront hoch über dem beschaulichen, teils islamischen Granada und bietet einen atemberaubenden Ausblick auf die Stadt und die Ausläufer der schneebedeckten Sierra Nevada. Von hier sind es nur wenige Schritte zu dem riesigen Palastkomplex der weltbekannten und immer gut besuchten (Tickets unbedingt vorher im Reisebüro buchen !) Alhambra.
Die Fahrt führte uns weiter nach Cordoba. Hier besuchten wir zunächst nicht die berühmte Moscheenkathedrale "Mezquita", sondern den Zoo. Absolut empfehlenswert! Man kann wirklich nicht sagen, dass hier weniger, als bei den Sehenswürdigkeiten los war, aber ein Erlebnis war das wirklich (Das Nilpferdgehege hat in etwa die Ausmaße eines Naherholungsgebietes in Deutschland!). Aber auch die bereits oben erwähnte "Mezquita" in der schönen Altstadt gelegen ist natürlich ein Spaziergang wert. Als Hotel möchte ich hier das Hesperia Cordoba (4*) empfehlen (im Reisebüro unbedingt den Kundenwunsch "Zimmer zur Fluss-Seite" vermerken lassen).
Weiter führte uns die Reise entlang des Flusses "Guadalquivir" nach Sevilla, der Hauptstadt Andalusiens. Das quirlige Sevilla mit seinen vielen kleinen Gässchen gilt als heimliche Hauptstadt der andalusischen Kultur. Das Highlight ist hier sicherlich der maurische Palast "Alcazar" , der noch heute als Residenz für die Spanische Königsfamilie dient. Auch ein Spaziergang duch das alte Stadtviertel "Santa Cruz" lässt das Herz eines jeden Spanien-Liebhabers höher schlagen. Als Unterkunft möchte ich hier das beliebte Stadthotel "Tryp Macarena (4*) empfehlen. Die Lage, am Rande der Altstadt, sowie das Andalusische Flair zeichnen dieses landestypische Hotel besonders aus.
Weiter führte uns die Reise entlang des wunderschönen Tales des Gualdquivir (Tip: nicht die Autobahn sondern die Landstrasse fahren!) über Jerez de La Fronterra an die Küste nach Novo Sancti Petri. Hier legten wir eine mehrtägige Badepause in dem Hotel "RIU Chiclana" ein. Das Hotel besteht aus einem Haupthaus und mehreren Bungalows. Die Anlage ist sehr weitläufig und ausschließlich für Familien zu empfehlen. Gerne kann ich Ihnen hier noch einige Tipps zu weiteren Hotelanlagen geben, die ich mir angeschaut habe ( Barrosa Playa, Barrosa Palace, Barrosa Park, Aldiana Andalusien, Melia Andaluz, beide Iberostar Häuser, Fuerte Conil). Alles in allem ist die Region um Novo Sancti Petri wirklich wunderschön und man hat bei der Planung der Hotels Fehler wie im Süden (Torremolinos, Marbella) glücklicherweise vermieden. Die Hotels sind im Resortstil hervorragend in die Landschaft integriert und der breite, lange Sandstrand ist einfach nur fantastisch.
Von unserem Hotel aus fuhren wir mit dem Mietwagen nach Cadiz und Ronda. Beide Städte lassen sich bequem an jeweils einem Tag besichtigen. Besonders interessant ist in dem südwestlichen Teil Andalusiens das weitgehend unberührte Hinterland mit seinen vielen , kleinen "weißen Dörfern". Als besonderen Tip erhielten wir von einem Spanier den Hinweis auf eine Fledermaushöhle in den Bergen (Fahrtzeit von Novo Sancti Petri ca. 1,5 Stunden). Besonders schön hier: Die Höhle ist wenig bekannt und wird darum vorwiegend von Spanischen Schulklassen besucht. Wir hatten das Glück, mit einem Spanischen Ehepaar alleine eine "Höhlenerkundungstour" zu machen- was für unseren Sohn sicherlich einer der Höhepunkte unseres Urlaubes war.
Auf unserer Rückfahrt in Richtung Malaga legeten wir noch einen kleinen Stop in Tarifa ein. Hier hatten wir eine Adresse einer Schweizer Foundation, die Ausflüge auf einem Expeditionsschiff zur Wal- und Delfinbeobachtungen in der Strasse von Gibralta anbot. Neben Orcas haben wir hier verschiedene "kleinere" Grindwale, Delphin-Schulen und sogar einen eher seltenen Blauwal aus nächster Nähe sehen können. Ein Erlebnis, dass man so schnell sicherlich nicht vergisst (die Adresse der Foundation in Tarifa teile ich Ihnen auf Anfrage gerne mit!).
Zum Abschluss unserer Reise übernachteten wir dann in einem traumhaft ursprünglichen und rustikalen, spanischen Landhotel "El Horcajo (3*)" aus dem "Grüne Oasen Programm" von DERTOUR. Der Bauernhof liegt inmitten eines kleinen Tales im Naturpark "Sierra de Grazalema", umgeben von Feldern, Wäldern und Bergen. Die familiäre Anlage mit rustikalem Charme zeichnete sich u.a. durch eine tolle Küche in einem schönen Ambiente aus (gemauerter Speisesaal für ca. 15 Gäste). Von dem Landgut aus besteht die Möglichkeit verschiedene Naturlehrpfade zu erwandern. Einfach herrlich.
Nach wei Nächten endete dann unser Urlaub und wir fuhren nach Malaga zurück um den Mietwagen abzugeben (problemlos und sehr gut organisiert) und unseren Rückflug nach Deutschland anzutreten.
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