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Erstellt am 12.05.2009

Studienreise Golf von Neapel / Sorrent / Amalfitana

Die Reise an den Golf von Neapel begann nach der Ankunft in Neapel, der Hauptstadt Süditaliens, mit einer kleinen Stadtrundfahrt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der italienischen Metropole. Wir sahen den beeindruckenden „Palazzo Reale“, das „Castel Nuovo“, das „Teatro San Carlo“ und die schöne Kuppelkirche „San Francesco di Paola“. Nach einem Espresso und leckerem Kuchen im historischen Cafe „Gambrinus“, das über eine wunderschöne Belle-Epoque-Innenausstattung verfügt, führte die Fahrt vorbei am mächtigen Vesuv, dem Hausberg Neapels, nach Sorrent.

In Sorrent übernachteten wir für vier Nächte im Hotel Europa Palace. Das Hotel für unseren Studienreise-Aufenthalt in Sorrent liegt direkt an der Steilküste mit herrlichem Blick über die sorrentinische Küste und das (hier wirklich!) azurblaue Meer. Sowohl die Außenterrasse des Hotels und die Zimmer mit Meerblick bieten einen fantastischen Ausblick auf den Vesuv und die Insel Ischia. Das Zentrum Sorrents, die „Piazza Torquato Tasso“, kann vom Hotel Europa Palace bequem zu Fuß in ca. 10 Gehminuten erreicht werden. Sorrent ist für das milde Klima und die üppigen Zitronen – und Orangengärten berühmt. Einen dieser traumhaft schönen Zitronengärten im beschaulichen „Massa Lubrense“ haben wir besucht und den berühmten „Limoncello“, einen speziellen regionalen Zitronenlikör gekostet. Auch die dort angebotene Orangenmarmelade war sehr vorzüglich! Die historische Altstadt Sorrents mit den engen Gassen lädt zum Shoppen in kleinen Geschäften ein. Hier findet man auch eine große Anzahl hübscher Cafés und Restaurants.

Von Sorrent aus befuhren wir die „Amalfitana“. Diese Panoramastraße gilt als die wohl schönste Küstenstraße Italiens. Knapp 40 gewundene, aussichtsreiche Kilometer misst diese Traumstraße entlang der Felsküste an der Südseite der Sorrentiner Halbinsel mit ihren in Terrassen angelegten Zitronenhainen, Schluchten und pastellfarbenen Städtchen. Eine der Hauptsehenswürdigkeiten ist die alte Seerepublik Amalfi. Sehenswert ist dort auf der „Piazza Duomo“ vor allem die spektakuläre Treppe, die zum „Duomo di Sant’Andrea“ führt. Von besonderer kunsthistorischer Bedeutung sind die Bronzetüren des Domportals. Auch der orientalisch anmutende „Kreuzgang des Paradieses“, die Basilika, Krypta und Kathedrale wurden besucht und vom Studienreiseleiter detailliert erläutert.

Vorbei an Weinhängen führte die Fahrt hinauf nach „Ravello“. Dieser Ort liegt 350 m über dem Meer und bietet einen beeindruckenden Ausblick auf die Küste. Wir spazierten zur „Villa Rufolo“ und „Villa Cimbrone“. In den Gärten der „Villa Rufolo“ findet alljährlich ein bekanntes Musikfestival statt. Die „Villa Cimbrone“ war einst Inspiration für Richard Wagner, Liebesdomizil für Greta Garbo und Kulisse für die berühmten „Sissi“-Filme. Seit 2005 ist die Villa ein Hotel. Auch hier wusste der engagierte Studienreiseleiter viele interessante Geschichten und Hintergründe zu erzählen.

Ein weiterer Höhepunkt meiner Studienreise war sicherlich „Pompeji“. Wir fuhren mit der „Circumvesuviana“, der örtlichen S-Bahn, von Sorrent nach Pompeji direkt in die Antike. Unser Rundgang durch die antike Stadt war eine Momentaufnahme des Lebens zur Zeit des Vesuvausbruchs. Dieser Ausbruch des Vesuvs im Jahre 79 n.Chr. begrub in einer drei Tage andauernden Naturkatastrophe die gesamte Stadt. Durch die Erklärungen des Studienreiseleiters war dies eine wirklich spannende Reise in die Vergangenheit.

Ein „Muss“ war nun die Besteigung des Vesuvs. Neapels Hausberg ist der gefährlichste Vulkan Europas. Ein Ausbruch wird jederzeit für möglich gehalten. Der Aufstieg zum Kraterrand durch die Lavafelder dauert vom Parkplatz nur ca. 30 Minuten. Der Blick in den Krater und das Panorama entschädigen für den etwas beschwerlichen Aufstieg. Der Krater ist ca. 200 Meter tief und hat einen Durchmesser von 600 Metern. Bereits seit 1991 gibt es den „Parco Nazionale del Vesuvio“ mit vielfältigen Wanderwegen.

Diese erlebnisreiche und äußerst interessante Studienreise endete dort, wo sie begann - in Neapel. Im Archäologisches Museum hatten wir nun noch die Gelegenheit die Schätze zu bewundern, die einst im Ascheregen des Vesuvs versunken waren. Am Ende blieb gerade noch Zeit, eine echte, köstliche neapolitanische Pizza zu genießen.

Nun hieß es Abschied nehmen: „Arrivederci Bella Italia“!








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