Hier finden Sie viele interessante Informationen direkt vom DERPART Reise-Experten.
Reise-Experten-Blog
DERPART Reisebüro Schenker anzeigen
- Casparistraße 1
- 38100 Braunschweig
- Tel 0531-2428332
- Fax 0531 / 2428315
Erstellt am 25.03.2011
NAMIBIA - 4x4, Wüste und Naturwunder
Afrika - TW @ 16:39
Afrika! Namibia! Windhoek! Nach einem 10-stündigen Flug ab Frankfurt kamen wir am frühen Morgen in der Hauptstadt Namibias an. Nur gut, dass die Maschine von Air Namibia nicht so voll war und fast jeder von uns 2 Plätze für sich hatte. Müde waren wir trotzdem alle!
Und mit 4x4 ging es dann gleich nach unserer Ankunft los. Wir bekamen zu zweit oder zu dritt jeweils einen Toyota Hilux von HERTZ mit 4-Gang-Getriebe zugewiesen ( internationaler Führerschein vorgeschrieben!) und fuhren die ersten Kilometer auf der “falschen” Straßenseite in einer Kolonne von 7 Wagen Richtung unserem Fahrtraining. In einem Gelände mit Hügeln, Flüsschen und Schotterpiste wurden wir praxisnah instruiert, was wir wann wo beim einem Offroadwagen einschalten müssen.
Aaahhhjaaa! Die ersten 80 km bis nach Okahandja fragten wir uns noch, ob wir überhaupt ein Allradfahrzeug benötigen. Das änderte sich aber schlagartig, als wir die asphaltierte Straße verließen und über Sand- und Schotterpiste Richtung unserer 1.Unterbringung im Erindi Park Reserve fuhren. Die “Old Traders Lodge” liegt mitten in einem der größten privaten Wildparks und ist bekannt für seine abwechslungsreiche Landschaft und seinen riesigen Wildbestand. Nach ersten kulinarischen Erfahrungen mit der einheimischen Küche (Springbock und Oryx-Antilope gegrillt) saßen wir auf dem Deck der Lodge und schauten auf das beleuchtete Wasserloch, an dem sich zahlreiche Tiere versammelten (besonders Nilpferde und Krokodile).
Früh! am nächsten Morgen fuhren wir in kleinen Gruppen in Begleitung eines Rangers mit einem offenen Wagen auf die Pirsch! Und das war wirklich spannend! Giraffen, Springböcke, Oryx-Antilopen, Gnus, Warzenschweine, zahlreiche Vogelarten und unzählige Termitenhügel!!!! Es fehlten nur die Löwen und Elefanten :-)
Mitten im Reservat bauten unsere Fahrer sogar Tische auf und es gab Kekse, Kaffee, Tee und auch schon mal Amarula!
Nach dem Frühstück ging es dann schon weiter Richtung Omaruru, wo wir eine von nur drei Weinfarmen Namibias besuchten. Natürlich mit Weinprobe :-)
Danach fuhren wir Richtung Westen zum Küstenstädtchen Swakopmund, wo wir 2 Nächte im Hansa Hotel übernachteten. Swakopmund liegt eingebettet zwischen dem Atlantischen Ozean und der Namib Wüste und ist u.a. bekannt für seine kolonialen Bauten.
Wir schlenderten durch die palmengesäumten Straßen, an der Strandpromenade und durch die schönen kleinen Geschäfte und tranken einen Kaffee im “Cafe Anton”, abends ein Bier im Brauhaus! Hier spricht man Deutsch. Aufgrund der kolonialen Geschichte, insbesondere Skakopmunds, hat sich die deutsche Sprache in Namibia erhalten. Verständigungsprobleme hat man wirklich nicht!
Nicht weit entfernt liegt Walvis Bay, wo wir am nächsten Tag an einer Bootsfahrt auf der Lagune teilnahmen. Es wurden Pelikane und Pelzrobben gefüttert und später gesellten sich sogar Delfine zu uns! An Bord wurden wir mit Sekt, Canapes und Austern verwöhnt.
Der Rückweg führte uns diesmal durch die staubige Wüste in den Namib Naukluft Park zur “Welwitschia Mirabilis” , der ältesten Pflanze der Welt! Sie hat wenige Blätter, die endlos wachsen und am Ende ausfransen und sich auflösen. Und sie befindet sich nirgendwo anders auf der Welt!
Einen Abstecher in die Mondlandschaft gab es dann auch noch. Hierbei handelt es sich um den Restbestand einer riesigen Bergkette, die über Jahrtausende von Wind und Wasser des Skakoprivers abgetragen wurde und nun an die leblose Oberfläche des Mondes erinnert.
Am nächsten Tag lag eine lange Strecke vor uns, die aber durch die zahlreichen Antilopen, Springböcke, einige Giraffen, Strauße und sogar Bergzebras nie langweilig wurde! Die Wüste war aufgrund der ergiebigen Niederschläge sehr grün und blühte, sodass viele Tiere sich hier aufhielten und nicht wie sonst nur an den Wasserlöchern. Übernachtet wurde in der “Namib Desert Lodge“, direkt am Fuß der versteinerten Dünen der Urnamib. Am Nachmittag unternahmen wir mit unserem eigenen Fahrzeug eine Fahrt auf die Dünen. Der Aufstieg auf das Hochplateau war eine echte Herausforderung an uns Fahrer und bei der anschließenden Dünenfahrt blieben fast alle im roten Sand stecken :-) Belohnt wurden wir aber mit einem wunderschönen Sonnenuntergang bei Snacks und unserem Sundowner-Getränk Gin-Tonic :-)
Der Sonnenaufgang im Sossusvlei war das Ziel des nächsten Morgens. Vom Eingang des Parks bis zu den Dünen im Sossuvlei waren es 60 km. Leider war noch gar nicht sicher, ob wir bis dahin kommen, da wir den Fluss Tschauab durchqueren mussten, der Tags zuvor ein Auto mit sich gerissen hatte. Aber dank unserer Toyotas kein Problem und so bewunderten wir die zahlreichen riesigen roten und ockerfarbenen Dünen, die in der Sonne leuchteten und so unterschiedliche Formen hatten. Es waren nur noch ca. 5km in die Sossusvlei und bei einem kurzen Stop kam dann leider das Ende der Etappe
Der Tschauab, der schon seit Tagen in diese Richtung floß, erreichte doch tatsächlich genau in dem Moment unseren Parkplatz und verwandelte sich vor unseren Augen von einem kleine Rinnsaal in einen Fluss! Unsere Sandfahrt war gestorben, die Parkwächter ließen uns nicht mehr durch.
Somit hieß es umdrehen und jedenfalls noch die Düne 45 erklimmen.
Auf dem Weg zurück machten wir noch einen Abstrecher zum Sesriem Canyon. Er führt nur dann Wasser, wenn der seltene Regen aus dem Naukluft-Gebirge abfließt und nicht schnell genug versickern kann. Somit bot sich uns ein seltenes Schauspiel, wie der Tschaub da den Canyon hinabstürzte. Über Millionen von Jahren hat er dort eine tiefe und lange Schlucht in das Gestein gefressen.
Übernachtet wurde in der “Sossuvlei Lodge“, wo wir am Nachmittag etwas Zeit hatten uns zu erholen, bevor es Abends zu einem Sundowner Drive und einem Wüstendinner gehen sollte. Das fiel aber im warsten Sinne des Wortes in´s Wasser! Es regnete plötzlich aus Kübeln. In Sekunden verwandelten sich die Wege vor unserem “Zelt” in Flüsse. Und auch in unsere Zelte regnete es! Gummistiefel wären angebracht gewesen :-)
Aber so schnell und heftig es auch regnete, so schnell hört es dann auch wieder auf (zumindest in unserer Reisezeit Januar/Februar).
Unser nächstes Ziel war die rote Kalahariwüste in östlicher Richtung. Zum Mittagessen hielten wir bei der Hammerstein Lodge, wo wir die Gelegenheit hatten, eine Leopardin und 2 Geparden im! Gehege der Lodge beobachten zu können.
Hier war jedoch Eile geboten , da es angefangen hatte zu regnen (oder eher zu gießen!) und unser Guide Angst hatte, dass wir den anstehenden Pass aufgrund des Wetters nicht mehr passieren können. Das hätte dann einen riesigen Umweg bedeutet. Es wurde eine anstrengende und zeitraubende Fahrt und die Straßenverhältnisse wurden von Minute zu Minute schlechter. Man fuhr wie auf Schmierseife und musste viele mehr oder weniger tiefe “Trockenflüsse” durchqueren.
Zum Glück kam irgendwann wieder eine geteerte Straße und unser Tagesziel die Kalahari Anib Lodge immer näher.
Eigentlich stand auch hier eine Pirschfahrt an, die aber leider aufgrund des Wetters auf den nächsten Morgen verschoben wurde und dann auch ausfiel. Zum Glück hatten wir ja schon so einige Tiere in freier Wildbahn gesehen. Springböcke wurden ja schon langsam langweilig :-)
An unserem letzten Tag fuhren wir durch die doch recht grüne Kalahariwüste nach Windhoek.
Dort wartete ein Doppeldeckerbus zu einer Stadtrundfahrt. Vorbei ging es an diversen Denkmälern, Botschaften, an der Brauerei von Windhoek Lager (sehr lecker!), durch das Armenviertel und zu guter Letzt zur Christuskirche. In Windhoek spiegelt sich in vielen historischen Gebäuden die koloniale Geschichte Namibias wieder, besonders der
wilhelmische Bauspiel zeugt von europäischer Kultur.
Am gleichen Abend stiegen wir dann auch schon wieder in den Flieger Richtung Heimat :-)
Aber das war bestimmt nicht meine erste und letzte Reise in dieses tolle Land. So karg und rau und dennoch so einladend, beinahe vertraut und leicht zu bereisen.
Es ist ein Land für solche, die Ruhe und Natur suchen und die grandiosen Landschaften, die Wüste und die Weite genießen.
E-Mail an Ihren Reise-Experten
Suchen innerhalb dieses Blogs
Reisekategorien
- Studienreisen (1)
Letzte Veröffentlichungen
- NAMIBIA - 4x4, Wüste und Naturwunder
- MADRID
Archiv
- März 2011














